[Let's talk about...] Parabene?!

Herzlich Willkommen zu meinem zweiten Post. Nachdem ich das letzte Mal schon versucht habe, euch über Silikone zu informieren, sind diesmal die Parabene dran. Dem ein oder anderen werden sie vielleicht ein Begriff sein, aber trotzdem möchte ich sie heute ein bisschen genauer erklären... Übrigens, der tolle Aquarell-Banner-Hintergrund ist von Ines. Danke, dass ich ihn benutzen darf. ♥

Ich möchte direkt im Vorhinein sagen: Ich bin kein Experte, ich habe mir das alles selbst zusammenrecherchiert aus dem Internet!

Parabene sind Ester der para-Hydroxybenzoesäure. Sie verfügen über eine antimikrobielle und fungizide Wirkung und werden daher in der pharmazeutischen Industrie, in Kosmetika sowie in bestimmten Lebensmitteln häufig als Konservierungsmittel eingesetzt. Quelle: wikipedia
Also, wie wikipedia schon so schlau erklärt hat, sind Parabene Stoffe, die als Konservierungsmittel eingesetzt werden. Dabei kommen sie in Arzneimitteln, Kosmetika, Lebensmitteln, Tabakwaren und im technischen Bereich zur Konservierung von Ölen, Fetten, Leimen, Schuhputzmittel. Da in Kosmetik nicht selten Wasser enthalten ist, in dem gerne Keime entstehen, ist eine Konservierung notwendig, wozu dann eben Parabene verwendet werden. Naturkosmetika verzichten auf Parabene.


http://parabene.org/wp-content/uploads/2013/06/Nebenwirkung-269x300.jpgParabene sind von der Struktur her dem weiblichen Hormon Östrogen sehr ähnlich. Sie gelangen durch beispielsweise Cremes oder Shampoos über die Haut in den Körper und gelangen so in das Blut und können sich in den Organen ablagern. Bei einer britischen Studie (2004) wurden Parabene in Brusttumoren gefunden und seitdem stehen Parabene im Verdacht, krebserregend zu sein. Begründet wurde die These dadurch, dass Parabene durch ihre Ähnlichkeit zum Östrogen die Zellen des Brustgewebes zu unkontrolliertem Wachstum anregen könnten. Experten raten besonders davon ab, Isopropyl-, Isobutyl-, Pentyl- und Phenylparaben zu verwenden, da diese noch nicht ausreichend erforscht wurden. Quelle: stylebook Die gesundheitlichen Schäden können auch nur schwer eingeschätzt werden, da bisher noch keine Langzeitstudien an Menschen vorliegen. Aus Tierversuchen ist allerdings hervorgegangen, dass Parabene das Hormonsystem beeinflussen können. So wurde bei männlichen Ratten eine Senkung des Testosteron-Spiegels und ein Rückgang der Spermienanzahl und -qualität festgestellt. Bei weiblichen Ratten wuchs der Uterus extrem an.
Wissenschaftlich bestätigt ist allerdings die Tatsache, dass Parabene Allergien auslösen können. Dabei tritt meistens Juckreiz an Stellen auf, an denen Parabene verwendet wurden, und die betroffene Partie rötet sich. Dies kann allerdings erst Stunden oder sogar Tage nach dem Auftragen von parabenhaltigen Produkten geschehen. Menschen, die viel in Kontakt mit Parabenen sind, also zum Beispiel Friseure oder Kosmetikerinnen, können nach einiger Zeit eine erhöhte Sensibilisierung entwickeln.
Leider gibt es neben Parabenen noch zahlreiche andere hormonelle Stoffe, die in Kosmetik verwendet werden. Sie alle aufzuzählen, würde kaum Sinn machen: Es sind über 500. Grundsätzlich kann man allerdings sage, dass man Produkte vermeiden sollte, auf denen hinten Stoffe mit der Endung -paraben stehen. Wie oben bereits erwähnt, sollte besonders auf Isopropyl-, Isobutyl-, Pentyl- und Phenylparaben geachtet werden. Wer auf Nummer Sicher gehen will, hat mehrere Möglichkeiten: 
  • nach Produkten Ausschau halten, auf denen "ohne Parabene" steht;
  • auf Naturkosmetikmarken wie alverde oder alterra zurückgreifen, da diese komplett auf Parabene verzichten, aber auch balea verzichtet größtenteils auf Parabene (es gilt trotzdem: immer nachschauen!);
  • mit ToxFox (erkennt alle hormonell wirksamen Stoffen) oder Codecheck das Produkt scannen und sich so die Inhaltsstoffe überprüfen lasse.
Aber auch in Lebensmitteln sollte auf Parabene geachtet werden, schließlich sind sie auch dort vorhanden. Auf Lebensmitteln steht allerdings nicht direkt das Wort Paraben, hier versteckt sich die Bezeichnung hinter den Abkürzungen E214, E215, E218 und E219. Es kommt besonders in Knabberzeug und Süßwaren vor, also Vorsicht!

Liebe Grüße und bis bald,

Nicole :)


andere Quellen: naturalbeauty, br, youtube

Kommentare:

  1. Ich finde deine neue Blog-Reihe eine ausgezeichnete Idee- hast du vielleicht schon bei deinem Post über Silikone gehört.
    Dieser Post ist sogar noch hilfreicher (auch wenn das beinahe unmöglich erscheint!). Vielen Dank für deine super zusammengefassten Infos, ich wusste nämlich bisher nichts über Parabene. Jetzt werde ich aber darauf achten, dass ich keine Produkte benutzen, bei denen Parabene vorhanden ist.
    Kleiner "Vorschlag": Vielleicht könntest du auch mal über Aceton berichten?
    Liebe Grüsse ;-)

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    1. Dein Wunsch sei mir Befehl, das nächste Mal wird über Aceton geschrieben! :) Freut mich übrigens, dass dir diese Reihe so gut gefällt und ich dir ein bisschen was über diese ganzen Inhaltsstoffe erzählen kann. :)

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